Während des Abteufens der Bohrungen tragen Bohrlochmessungen zur Überwachung
des Bohrprozesses bei (z.B. Abweichungs- und Kalibermessungen), beim anschließenden
Ausbau der Bohrungen sowie bei Reparaturarbeiten dienen Bohrlochmessverfahren
der Ermittlung des technischen Zustandes von Rohrtouren und Bohrlochinstallationen
(z.B. Zementationskontrolle, Wanddickenmessungen, TV-Befahrungen). Mittels
Messungen im offenen Bohrloch erfolgt die lithologisch-petrographische Gliederung
der durchteuften Gesteinsfolgen und die Einschätzung der Eigenschaften
speicherfähiger Schichten (z.B. Gamma-Messung, elektrische Widerstandsmessungen,
Gamma-Gamma-Dichtemessung, Porositätsbestimmung mittels Neutron-Neutron-
Messung bzw. akustischer Laufzeitmessung). Zur Klärung der hydraulischen
Verhältnisse in den Bohrungen können Zufluss- und Verlustprofile
aufgenommen werden (z.B. Fluid Logging, Flowmetermessungen). Schließlich
kann die Entnahme von Tiefenproben und die Durchführung von Perforationsarbeiten
notwendig sein.
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